Oswald-Legenden
Über den Hl.Oswald gibt es verschiedene Legenden; eine davon erzählt: Ein Rabe diente König Oswald als Brautwerber bei der Tochter des heidnischen Königs von Wessex, den er auch bekehren wollte. Die Werbebotschaft nähte man dem Raben unter das Gefieder und sandte ihn damit zu seiner Auserwählten. Als der Rabe mit der Zusage der Braut zurückkehrte, half der Rabe auch beim Ringtausch und Oswald zog mit mehreren Schiffen gen Wessex. Nachdem sich der Brautvater weigerte, ihm seine Tochter zur Frau zu übergeben, erschien ein Hirsch; der lockte seine Verfolger weit in einen Wald hinein. In der Zwischenzeit konnte die Braut in Männerkleidung entfliehen. Nachdem Oswald das vom Brautvater geforderte Wunder getan hatte, Wasser aus einem Felsen fließen zu lassen, gab dieser die Einwilligung zur Vermählung und ließ sich und sein Volk taufen.
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Noch bis heute (2009) sind mehrere Handschriften von Oswald-Legenden erhalten; die sogenannte "Münchner Oswald"-Handschrift ist unter Fachleuten allgemein bekannt; sie stammt aus dem 15.Jahrhundert und ist in Versform geschrieben. Ihr Ursprung geht auf das 11./12.Jahrhundert zurück. Michael Curschmann hat sie 1974 ediert (siehe Literaturverzeichnis!) Ich habe sie 2008/2009 in eine heute verständliche Sprache übertragen (siehe auch bei Neuigkeiten-NEWS !).
Eine ostschwäbische Prosabearbeitung, ebensfalls aus dem15. Jahrhundert (als Anhang bei M.Curschmanns Münchner Oswald), habe ich in eine heute lesbare Schriftsprache übertragen. Wer Interesse daran hat, kann sie bei mir gegen einen Selbstkostenpreis anfordern.
Das Foto zeigt die St.Oswald-Statue von St.Oswald im Bayerischen Wald

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