Für eine korrekte Anzeige der Inhalte dieser Website muss die JavaScript Funktion aktiviert werden.

Oswald-Verehrung 

01.DIE AUSBREITUNG DER OSWALD-VEREHRUNG IM HEUTIGEN GROSSBRITANNIEN
*********************************************************************************************
Bald nach seinem Tode am 5.August 642 wurde Oswald in HEVENFELT oder Hevenfield bei Hexham, dem Ort seines Sieges über einen heidnischen König und am Ort seiner Niederlage und seines Todes in MASERFELTH bei Oswestry, aufgrund seines christlichen Lebens und aufgrund von Wundern als Heiliger verehrt: Es entstanden Kirchen, die bald von vielen Wallfahrern besucht wurden. "Andere Oswaldkirchen sind: eine nördlich von HEXHAM,die heute noch steht; dann zu NOSTHILL mit ehemaligem Kloster; auf der Insel Farne wie LINDISFARNE (hier mit Gebetserhörungen); eine bei SCILKICESTRIA; die besuchteste in der Provinz Linkoln; im Dorfe OSWALDKIRK (Yorkshire); eine in der Stadt OSWESTRY (=Oswaldestre=Oswaldkreuz)mit Quelle; zu GLOCESTER, erbaut von König Alfreds Tochter Elfleda; eine Kapelle in sehr hohem Alter in LANKASHIRE (Schottland) nächst dem Hause der Familie Lee. Oswalds Name hat sich erhalten in OSWALDWISTLE (Lankashire); OSWESTRY (Shropshire), OSWALDKASTLE (Northumberland). Aus dieser gewiß nicht
vollständigen Aufzählung ergibt sich, daß sich die Verehrung des h.Oswald in seinem Heimatlande bis heute erhalten hat ..." So schreibt Joachim Pölzl aus Traunstein vor gut 100 Jahren (siehe Literaturverzeichnis).
Nach einer Kirchenbeschreibung der Parish Church, Sowerby, North Yorkshire, gibt es heute noch 62 Kirchen in England, die dem Hl.Oswald geweiht sind.Nach J.Friesenecker gibt es in England insgesamt 118 Oswaldpatronate von Kirchen, Kapellen und Pfarreien (Lit.10).

02.DIE AUSBREITUNG DER OSWALD-VEREHRUNG IM DEUTSCHSSPRACHIGEN RAUM
---IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH und der SCHWEIZ
**********************************************************************************
02.01 Die Oswald-Verehrung vom 7.-9.Jahrhundert
--------------------------------------------------------------
Mit dem Römischen Reich, das sich über weite Teile des heutigen Europa bis hinauf an die Grenze zum heutigen Schottland ausdehnte, kam durch römische Soldaten, Beamte und Kaufleute auch das Christentum zu uns, und dies trotz unerbittlicher Verfolgung durch römische Kaiser. Erst ab 313 unter Konstantin d.Gr. konnten die Christen in Freiheit ihren Glauben leben. So schreibt Josef Kardinal Ratzinger (ab April 2005 Papst Benedikt XVI.) in seinen Lebenserinnerungen: "Mit den römischen Soldaten ist das Christentum gewiß schon in vorkonstantinischer Zeit eingedrungen, und wenn es auch in den Wirren der Völkerwanderung weithin verschüttet wurde, so haben sich doch Rinnsale des Glaubens die dunklen Zeiten hindurch gerettet, an die die Missionare anknüpfen konnten, die aus Gallien, aus Irland, aus England hierhergekommen sind ..." (Lit.12,Seite 7)
Die ausgeprägte Askese, die Pilgerschaft um Christi willen (peregrinatio pro Christo) und der große Wunsch nach missionarischer Tätigkeit der iro-schottischen Mönche wurde auch von den Angelsachsen übernommen (Lit.11,Seite 640/41). Durch sie beide gelangte die Oswald-Verehrung auch auf das Festland Europas. In der ersten Missionierungswelle im 7.-9. Jahrhundert sollte der heilige Oswald mit seinem auf heidnische Wurzeln hinweisenden Namen (Oswald = der über die Asen, die Götter waltet) den heidnischen Agelsachsen und Germanen, die noch an Wodan (Odin) glaubten, den Übergang zum Christentum erleichtern. Worum man früher zu Wodan rief, sollte nun Oswald (= der, in dem Gott waltet), angerufen werden. Der Rabe, einst das heilige Tier des Wodan, wurde nun als Begleiter auf St.Oswald übertragen(siehe Lit.1, Lit.10 !).

Die ersten Oswald-Verehrer auf dem Festland Europas

Hier können sie mehr darüber lesen, wenn sie das folgende Word-Dokument dowloaden:

Die europ Osw-Verehrer.doc

 An Stelle des langen Textes betrachten sie bitte: Oswald-Verbreiter.xls